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5 Fragen an Architekt Peter Steininger von FormArchitektur

Mit Architekt Peter Steininger, Geschäftsführer des Architekturbüros FormArchitektur, sind wir seit langem partnerschaftlich verbunden. Jetzt haben wir bei ihm mit unseren „5 Fragen an“ angeklopft.

Komplexe Herausforderungen brauchen g’scheite Lösungen! Davon war Peter Steininger schon immer überzeugt und das treibt ihn bis heute an. Gleich nach seinem Studium arbeitete er an einem Projekt, Fertigteile für Wohneinheiten in Entwicklungs- und Schwellenländer herzustellen – immer mit dem Ziel, leistbare Häuser mit höheren Standards in Slums zu etablieren.

Nach einiger Zeit fokussierte er wieder auf den klassischen Architekturbereich und gründete sein Büro in Krakau. Bis heute sucht er in repetitiven Prozessen und modularen Angeboten Lösungen für aktuelle Herausforderungen. Mit Erfolg!

1. Wie entwickelt sich derzeit der Immobilien-Markt und was können wir davon mitnehmen?

Zurzeit stehen wir vor großen Herausforderungen. Die Grundstückskosten steigen immer mehr an. Um gleiche Lebensqualität zu ermöglichen, bedarf es vielfach kreativer Lösungen, engster Abstimmung und sich wiederholender Prozesse. Ich bin davon überzeugt, dass bereits in der nahen Zukunft immer mehr Variationen im Modulbau genutzt werden (müssen), um gute Lebensqualität zu annehmbaren Preisen und mit passabler Rendite zu schaffen.

‚‚Komplexe Herausforderungen brauchen g’scheite Lösungen! Davon war Peter Steininger schon immer überzeugt und das treibt ihn bis heute an."

2. Welche Hürden waren im letzten Jahr aufgrund der Pandemie zu meistern bzw. welche Chancen haben sich vielleicht sogar daraus ergeben?

Homeoffice kannten wir bis zu Beginn der Pandemie noch wenig. Wir haben aber schnellstmöglich einen Weg gefunden und rasch in Infrastruktur und Server investiert.

Die Krise hat uns in Wahrheit wachsen lassen und geholfen unser Angebot europaweit auszubauen. Unsere Standort-Wahl Krakau war früher nicht immer einfach, heute tauscht man sich rasch mit einem Video-Call aus, als wäre es das Normalste auf der Welt.

Die Pandemie hat uns gezeigt, dass es gerade in Europa möglich ist länderübergreifend zu arbeiten. Es ist nicht wichtig, wo man sitzt, sondern die Kommunikation muss stimmen.

Was aber manchmal fehlt, sind die kleinen zwischenmenschlichen Abstimmungen, die Nuancen, die es möglich machen, sich im persönlichen Kontakt „besser zu spüren“. Genauso muss die Technologie im Bereich von handschriftlichen Notizen und Skizzen noch authentischer werden – da sind die technischen Lösungen einfach noch nicht optimal.

‚‚Die Pandemie hat uns gezeigt, dass es gerade in Europa möglich ist länderübergreifend zu arbeiten. Es ist nicht wichtig, wo man sitzt, sondern die Kommunikation muss stimmen."

3. Was sind Ihre aktuellen Herzensprojekte?

Jedes Projekt ist für mich ein Herzensprojekt. Manches sieht zwar spektakulärer aus, jedoch steckt in jedem die gleiche Arbeit, da wir immer einen sehr hohen Anspruch verfolgen – es gilt immer die Ideen und Kreation so weit aufzubereiten, dass sie friktionsfrei umsetzbar sind.

Besonders hervorzuheben sind die Projekte, wo wir mit allen Beteiligten an kreativen Lösungen arbeiten. Häufig kommt das im innerstädtischen Raum vor, wo es im meist dicht bebauten Gebiet unser Anspruch ist, sowohl für die künftigen BewohnerInnen als auch die NachbarInnen zu entwickeln. Hier setzen wir auf die Zusammenarbeit vor Ort und mit den Bezirken.

Gerade im letzten Jahr war es mancherorts noch eine extra Herausforderung auf die Baubewilligung zu warten, da die Behörden – bei allem Bemühen – durch die Umstellung auf Homeoffice an technischen Lösungen zu arbeiten hatten.

Besonders freut es mich dann, wenn man beim Spatenstich ist, man weiß um die Herausforderungen und die Lösungen und man kann sich selbst sagen: „Jetzt geht‘s los, jetzt werden unsere Pläne in die Realität umgesetzt.“ Wie zuletzt beispielsweise in der Albrechtskreithgasse 32.

‚‚Jedes Projekt ist für mich ein Herzensprojekt."

4. Die Fachzeitschriften sind voll mit dem „Bauen der Zukunft“, Lean und BIM kommen langsam auch in Österreich an, der 3D-Drucker druckt in Deutschland bereits ganze Häuser. Welche Einschätzungen haben Sie zu diesen Entwicklungen?

Wir haben schon seit Jahren Erfahrung mit der Arbeitsmethode Building Information Modeling. Wir leben BIM und wir bereiten alle Modelle immer in 3D vor. Im Alltag der Bauwirtschaft ist das aber noch zu wenig angekommen. Wir haben nun mit FachplanerInnen und Bauausführenden eine Forschungsgruppe ins Leben gerufen, welche herausfindet, wie viel Abstimmung und Kommunikation tatsächlich notwendig sind, um ein Projekt gemeinsam umzusetzen. Jeder Schritt, den man geht, erfordert Abstimmung zwischen den einzelnen Gewerken. Dazu wird viel Wissen benötigt, das noch keine Software übernehmen kann. Da sind wir als Menschen immer noch klar im Vorteil. Es gilt analog und digital gekonnt miteinander zu verschränken.

5. Was schätzen Sie an der Partnerschaft mit Neumayer Projektmanagement besonders, wo sollen wir jedenfalls dranbleiben?

Die Ehrlichkeit und das Vertrauen, die Professionalität und den gemeinsamen Blickpunkt. Wir haben einen gemeinsamen Zugang, was die Herausforderungen der Branche betrifft. Unser Mindset ist sehr ähnlich und deswegen leben wir auch den partnerschaftlichen Zugang. Es sind UNSERE gemeinsamen Projekte. Somit sind es auch UNSERE gemeinsamen Anstrengungen und Lösungen.

‚‚Es sind UNSERE gemeinsamen Projekte. Somit sind es auch UNSERE gemeinsamen Anstrengungen und Lösungen."